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Die Zukunft ist bereits da. Ein spannender Bericht von Spiegel Online:

Schon wieder die Chipkarte vergessen – das gibt es bei einer schwedischen Firma bald nicht mehr. Sie implantiert den Mitarbeitern einen Chip zum Türöffnen. Die Technik erlaubt lückenlose Überwachung.

Die Injektionsspritze durchstößt die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger. Dann ein leiser Klick: Der Mikrochip wird in die Hand des Mitarbeiters implantiert. Ein neuer "Cyborg" ist entstanden.

Was manchem wie eine Horrorvision für die Arbeitswelt der Zukunft erscheint, ist bei dem schwedischen Start-up Epicenter Routine. Die Firma bietet allen Mitarbeitern an, sich einen Chip von der Größe eines Reiskorns einpflanzen zu lassen.

Die Chips erfüllen die Aufgabe von Schlüsselkarten, wie sie in vielen Unternehmen verbreitet sind. Mit einer Wischbewegung der Hand lassen sich Türen öffnen, Drucker bedienen oder Smoothies in der Cafeteria bezahlen. Die Injektion des Chips wird mit kleinen Firmenpartys begleitet.

Gebräuchlich bei Haustieren

Epicenter besteht aus 100 Einzelfirmen mit insgesamt rund 2000 Mitarbeitern. Mit dem Projekt begann man 2015, seither haben circa 150 Kollegen einen Chip bekommen. Ein ähnliches Programm ist noch von einer belgischen Firma bekannt, weltweit experimentieren Technikbegeisterte mit solchen Chips.

Basis ist die sogenannte Near Field Communication (NFC), wie sie seit Jahren bei kontaktlosen Kreditkarten und anderen mobilen Bezahlsystemen zum Einsatz kommt. Ein Vorteil ist, dass der Chip selbst keine Batterie braucht und nicht andauernd sendet. Das Lesegerät an der Bezahlstation aktiviert den Chip über eine Distanz von ein paar Zentimetern, dann werden wenige Daten abgerufen. Die Implantate sind passiv, geben also Daten preis, können aber selbst keine Daten abrufen.

Viele sehen die Entwicklung skeptisch. Der Stockholmer Mikrobiologe Ben Libberton befürchtet, dass Hacker die Chips anzapfen könnten. Die ethischen Probleme werden zunehmen, je höher entwickelt die Technik sei, warnt er.

"Das können nochmal ganz andere Daten sein als bei einem gehackten Smartphone", sagt Libberton. "Zum Beispiel Gesundheitsdaten, der Standort des Trägers, die Zahl und Dauer seiner Arbeitseinsätze oder wie lange er zur Toilette geht."

Die "Cyborgs" bei Epicenter teilen seine Sorgen offensichtlich nicht. "Wenn ich gefragt werde, ob ich auch gechippt bin, antworte ich: Ja, warum auch nicht?", so Fredric Kaijser, Chief Experience Officer bei Epicenter. "Viele regen sich auf wegen der ganzen Privatsphäre-Aspekte. Ich probiere gern Neues aus und sehe, was all das jetzt und in Zukunft ermöglichen kann."

Bei Epicenter kann sich jeder kostenlos "chippen" lassen. Einmal im Monat kommt dazu der selbsternannte Bodyhacker Jowan Osterlund, um die Operation durchzuführen. Sie dauert nur ein paar Sekunden. Wer Piercings gewohnt ist, kennt schon den kurzen Schmerz. Meist fließt nicht einmal Blut. Osterlund ist sich sicher: "Der nächste Entwicklungsschritt von Elektronik führt in den menschlichen Körper hinein."

Quelle Bild und Text: http://www.spiegel.de/karriere/schweden-cyborg-firma-implantiert-mitarbeitern-mikrochips-a-1141826.html

Videofeature auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=bwbvFs-QGe0&feature=youtu.be

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Im Privatleben und noch weniger als Unternehmen können wir uns der Digitalisierung entziehen. Für Unternehmen ist die Digitalisierung von Geschäftsprozessen, Werkzeugen und teilweise auch von Produkten inzwischen eine Existenzfrage. Wie aber die MitarbeiterInnen auf dem Weg dahin mitnehmen? Und wie stellt man als Unternehmen sicher, dass die Produktivität der Menschen in digitalisierten Arbeitsumwelten nachhaltig steigt und nicht einbricht oder nur dahindümpelt.

Die wichtigsten Antworten auf diese Fragen lassen sich im Rahmen eines eintägigen Unternehmensworkshops beantworten, und zwar dem sogenannten “Human Factor Envisioning”. An diesen Workshops nehmen typischerweise Vorstände, BereichsleiterInnen oder AbteilungsleiterInnen eines Unternehmens gemeinsam teil. Das hängt ganz von der Unternehmensgröße ab.

Der Tag beginnt mit der Überprüfung des Zielbildes für das Arbeiten eigenen im digitalisierten Unternehmensumfeld. Dieser Einstieg ermöglicht es, dann in Phase 2 des Workshops Lücken, bzw. notwendige Entwicklungsfelder auf dem Weg zum digitalen Arbeitsplatz und zum digitalen Unternehmen zu identifizieren. Wenn diese klar identifiziert sind, kann in Phase 3 des Workshops definiert werden, wo der Transformationsfahrplan für den Faktor Mensch ansetzen muss und über welche Zeiträume welche Maßnahmen und Prioritäten zu setzen sind. Hier kommt die sogenannte Transformation Mapping Methode zur Anwendung.

Unternehmen, die offen dafür sind, neue, sehr effiziente Workshop-Methoden anzuwenden, wird angeboten, mittels Lego Serious Play die Qualität der Auseinandersetzung mit dem Thema noch weiter zu steigern. Außerdem hat es sich bewährt, für diese Art des Workshop in hochinnovativen Umgebungen durchzuführen, so z.B. in Start-up Incubator-Umgebungen in London, Wien, Paris oder Berlin. Ein Umgebungswechsel dieser Art, erweist sich als hilfreich, die eigene Perspektive zu verändern und zu schärfen. Und natürlich augenscheinlich bisher bewährtes, einfacher loszulassen.

Für mehr Informationen wenden sich interessierte Unternehmen bitte an: 
contact@michaelbartz.com

Mehr Informationen zum Thema im Springer-Buch “Unternehmen der nächsten Generation”: http://www.springer.com/de/book/9783662528181

Für Fragen an den Mitherausgeber des Buches – Thomas Schmutzer – und Leiter des Next Generation Enterprise Forschungsinstituts, das die Workshops wissenschaftlich mit begleitet:

thomas.schmutzer@nextgenerationenterprise.institute

Soll der Workshop beispielsweise im Talent Garden Incubator in Wien oder an anderen Talent Garden Standorten durchgeführt werden, steht Martin Giesswein als Ansprechpartner zur Verfügung: martin.giesswein@vienna.talentgarden.at

Als Location bietet sich auch einer der CoWorking-Spaces in Google-Entwicklungszentren an, z.B. in London.

Quelle Bild: http://unicheck.unicum.de/anthropologie-studieren

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Dr. Karmasin ist Bundesministerin für Familie in der Republik Österreich und Mitautorin des neuen Springer-Buches “Unternehmen der nächsten Generation”. In ihrer Funktion hat sie bis jetzt vor allem auch dazu beigetragen, die Kompatibilität von Beruf und Familie in der österreichischen Wirtschaft weiter zu erhöhen. Wir haben Frau Dr. Karmasin gefragt, was ein Unternehmen der nächsten Generation auszeichnet, um mehr über ihre Visionen und mittel- und langfristigen Erwartungen zu erfahren. Hier die Antwort:

“Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist das entscheidende Zukunftsthema, das die Familienpolitik prägt und mir als Familien- und Jugendministerin ein zentrales Anliegen ist. Für rund 90 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf neben dem Gehalt der relevanteste Faktor bei der Auswahl eines neuen Jobs. Familienfreundlichkeit im Betrieb ist aber längst nicht mehr nur ein Thema der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern hat sich auch zu einem relevanten Wirtschaftsfaktor für die Unternehmen entwickelt.

Immer mehr Unternehmen erkennen die Bedeutung von Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsvorteil. Denn Studien belegen: Betriebe mit familienfreundlicher Personalpolitik verzeichnen weniger Krankenstände, geringere Fluktuationsraten und eine durchschnittlich kürzere Karenzdauer. Motivation, Loyalität und Einsatzbereitschaft steigen und können dem Unternehmen so auch Kosteneinsparungen bringen. Zudem bleibt wichtiges Know-How im Betrieb erhalten.

Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können Familienfreundlichkeit dabei durch eine Vielfalt an Maßnahmen in den Betrieb integrieren: Von flexiblen Arbeitszeiten für Eltern, Mutter-Kind Büros, Flying Nannys über Kinderbetreuung, bis hin zu Karenzmanagement. Das Netzwerk „Unternehmen für Familien“ holt Unternehmen vor den Vorhang, die in ihrem Verantwortungsbereich bereits aktive Beiträge für mehr Familienfreundlichkeit leisten. Die über 370 Partner des Netzwerks sind dabei Vorbild und Ansporn für andere Unternehmen.

Familie und Beruf dürfen sich nicht ausschließen. Unser erklärtes Ziel muss es daher sein, dass Familienfreundlichkeit in den Unternehmen von morgen fest verankert ist, lebendig gelebt wird und so für alle Beteiligten einen Mehrwert hat.”

Dr. Sophie Karmasin hat ein komplettes Kapitel zum Springer-Buch “Unternehmen der nächsten Generation”  beigetragen. Mehr Informationen hier:

http://www.springer.com/de/book/9783662528181

https://www.linkedin.com/groups/13509491

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Nachfolgend eine Pressemitteilung des Springer-Verlages (ergänzt um Informationen für Österreich und die Schweiz durch den Blogautor Michael Bartz):

Anwendungsorientierte Darstellung zum Thema Neue Welt des Arbeitens | Erfahrungsberichte und Lösungsansätze

Ende 2016 fand die Abschlusskonferenz zum Dialogprozess ‚Arbeiten 4.0‘ in Berlin statt. Diesen Dialogprozess hatte für die Wirtschaft und Industrie der Bundesrepublik Deutschland Bundesministerin Andrea Nahles im Jahr zuvor gestartet. Eine ähnliche nationale Initiative wird in der Schweiz unter dem Titel “Work Smart” seit 2010 vorangetrieben. In Österreich formieren sich gerade ähnliche konzertierte Vorstöße in eine vergleichbare Richtung.

In Berlin wurde als ein Ergebnis der Arbeiten 4.0-Initiative dann Ende 2016 ein Weißbuch vorgestellt. Kernthesen dieses Weißbuchs mit dem Titel “Arbeiten 4.0” sind unter anderem ein mögliches‚ Wahlarbeitszeitgesetz‘ zur innovativen Arbeitszeitgestaltung sowie eine Weiterbildungsoffensive. Die Grundsteine für eine Umstrukturierung der Arbeitswelt in Zeiten des digitalen Wandels könnten somit gelegt sein. Doch wie können solche Maßnahmen erfolgreich und effizient umgesetzt werden? Hier lohnt sich ein Blick auf Organisationen, die sich bereits auf dem Weg in Richtung 4.0 befinden. Beispiele hierfür finden sich in Unternehmen der nächsten Generation, herausgegeben von Wirtschaftsprofessor Michael Bartz und den Industrieexperten Andreas Gnesda und Thomas Schmutzer, erschienen bei Springer Gabler.

Die Transformation von Unternehmen in Richtung neuer, innovativer Arbeitsweisen erfordert Zeit und Ressourcen und ist nicht risikofrei. Umso wichtiger ist es, die Erfahrungen anderer Unternehmen zu nutzen, die sich bereits erfolgreich auf den Weg gemacht haben. Unternehmen der nächsten Generation liefert hierzu das Handwerkszeug und trägt Erfahrungsberichte aus dem deutschsprachigen Wirtschaftsraum zusammen. Die Beiträge präsentieren erfolgreiche Lösungsansätze, Vorgehensweisen bei deren Implementierung sowie den erzielten Nutzen, aber thematisieren auch, welche Lehren man aus bestimmten Erfahrungen ziehen kann. Der Leser erhält Zugriff auf Wissen großer, mittlerer und kleiner Organisationen im Zusammenhang mit der neuen Welt des Arbeitens und wird so damit mit dem Handwerkszeug ausgestattet, die Entwicklung in Richtung ‚Unternehmen der nächsten Generationen‘ schnell und effizient zu gestalten.

Prof.(FH) Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael Bartz ist langjähriger Industriemanager (Philips, Capgemini, Microsoft). 2010 hat er eine Professur an der IMC FH Krems angenommen und forscht dort zum Thema ‚New World of Work‘. Seine Spezialgebiete sind die Optimierung von Spielregeln für mobil-flexibles arbeiten sowie die Erfolgsmessung für New World of Work Unternehmenstransformationen. Andreas Gnesda ist Geschäftsführer von teamgnesda (Gnesda Real Estate & Consulting GmbH), seit 2001 Lektor an verschiedensten Hochschulen (FH Kufstein, Donauuniversität Krems, FH Feldkirchen, Webster University) zum Thema „Neue Arbeitswelt und Bürokonzepte“ und seit 2014 Präsident des Österr. Gewerbevereins. Mag. Thomas Schmutzer, CMC ist Geschäftsführer und Gesellschafter der HMP Beratungs GmbH. Seit 2015 ist Thomas Schmutzer Gründungsmitglied und Präsident des Next Generation Enterprise Forschungsinstitut. Thomas Schmutzer hält internationale Vorträge, publiziert und ist seit vielen Jahren Jurymitglied des österreichischen Ebiz Awards.

M. Bartz, A. Gnesda, Th. Schmutzer
Unternehmen der nächsten Generation
Atlas des neuen Arbeitens

Weitere Informationen:

Informationen zum Buch
www.springer.com/978-3-662-52818-1

 

Service für JournalistInnen:

Journalisten erhalten auf Anfrage ein Rezensionsexemplar des Buchs Unternehmen der nächsten Generation von uns zugesandt. Darüber hinaus gibt es aber auch die Option, unsere Titel als eBook sofort über einen Online-Zugriff zu nutzen. Dazu müssen Sie sich lediglich einmalig registrieren.

Unser SpringerAlert für Buchrezensenten gibt Ihnen die Möglichkeit, regelmäßig zu unseren Neuerscheinungen informiert zu werden. Auch dafür müssen Sie sich einmalig anmelden und Ihr Interessensprofil eingeben.

Springer-Kontakt:

Katrin Petermann | Springer Nature | Communications
tel +49 611 7878 394 | katrin.petermann2@springer.com 

 

Inhaltliche Fragen zum Buch:

Prof. (FH) Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Michael Bartz,

IMC FH Krems

michael.bartz@fh-krems.ac.at

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Glühendes und flüssiges Metall, Hochdruck und Produktionsmaschinen von der Grösse einer Lokomotive. Das war der Einstieg in ein neues Lehrveranstaltungsprojekt der IMC FH Krems Consulting Master Class zum Thema New World of Work bei Georg Fischer Automotive. Im ersten Schritt ging es darum, sich vor Ort einen Überblick über den Gesamtbetrieb inklusive der Produktion zu verschaffen. Da hieß es: Helme auf und los.

Ziel des Projektes ist ein New World of Work Idea Sourcing, und zwar für den Management- und Verwaltungsbereich. Gegenstand ist der Betrieb von GF Automotive in Herzogenburg. GF Automotive selbst ist eine von 3 erfolgreichen Divisionen des Georg Fischer Konzerns und ein internationaler Champion im Automobilzulieferbereich mit 11 Produktionsstandorten, über 1,3 Milliarden Umsatz und mehr als 5.000 MitarbeiterInnen.

Projektleiterin für dieses New World of Work Idea Sourcing ist Stefanie Kölbl, die selbst ein Studium an der IMC FH Krems absolviert hat. Projektsponsor ist der Personalleiter Peter Fischer.

Innerhalb von knapp vier Wochen, sollen die Studierenden dann Ideen für die Weiterentwicklung der Arbeitsweisen in Richtung “New World of Work” entwickeln. Coaching bekommen sie dabei von Thomas Schmutzer, Geschäftsführer der HMP Beratung in Wien.

Interessierte Unternehmen und Organisationen wenden sich bitte an Prof. (FH) Michael Bartz von der IMC FH Krems für weitere Informationen:

michael.bartz@fh-krems.ac.at

Bild: Stefanie Kölbl, GF Automotive

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Am 10.02.2017 hat Stefan Hochegger von Hoerbiger USA die IMC FH Krems besucht. Was war der Anlass: Der Start eines gemeinsamen Lehrveranstaltungsprojektes in der International Consulting Master Class der IMC FH Krems.

Stefan Hochegger ist Mitarbeiter von Hoerbiger USA, Buchautor (Unternehmen der nächsten Generation, Springer Verlag) und Absolvent der IMC FH Krems. All diese Faktoren haben zusammen zu diesem Projekt geführt. Und für den Kick-Off ist er aus den USA nach Europa geflogen, um die Studierenden in Krems persönlich zu briefen.

Das ist das Ziel des Projektes? Vier Studierenden-Teams werden im Wettbewerb für einen Unternehmensstandort von Hoerbiger in den USA ein New World of Work Konzept entwickeln. Das muss rasch gehen. Denn ab April soll das Gewinner-Konzept dann bereits zur Umsetzung kommen. – Ausserdem sucht Hoerbiger zusätzlich MitarbeiterInnen. Und da ist es nicht unwahrscheinlich, dass einige AbsolventInnen der Master Class Stefan Hochegger in die USA folgen werden.

Aber nicht genug: Begleitet wird das Projekt in Österreich vom Geschäftsführer der HMP Unternehmensberatung, Thomas Schmutzer. Bereits am nächsten Tag hat er begonnen, die Studierenden vor Ort in Krems zu coachen. Er wird das Projekt bis Anfang April begleiten.

Interessierte Unternehmen und Organisationen wenden sich bitte an Prof. (FH) Michael Bartz von der IMC FH Krems für weitere Informationen:

michael.bartz@fh-krems.ac.at

Bild: Stefan Hochegger, Hoerbiger

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Dr. Christoph Leitl, Thomas Schmutzer und Michael Bartz standen am 20.9.2016 gemeinsam in der Zentrale der Österreichischen Wirtschaftskammer Rede und Antwort. Thema war das Thema “Flexible Arbeitszeiten. Hier einige Ausschnitte:

Kernaussage von Michael Bartz (Prof. IMC FH Krems): „Was wir derzeit sehen, ist eine Art sozialer Handschlag zwischen Arbeitgebern und ArbeitnehmerInnen. Der Hintergrund: Ihre Interessen gehen konform, weil beide Seiten eine neue Art von Flexibilität in der Arbeit brauchen“

Videozusammenfassungen hier:

https://www.youtube.com/watch?v=NRKlGpwXoic

http://wko.tv/play.aspx?c=6950

Kernaussage von Thomas Schmutzer (Geschäftsführer HMP Beratung, Wien): „Viele Arbeitszeitregelungen sind hochkomplex und für den einzelnen Betrieb kaum mehr nachzuvollziehen. Oft ist nicht gleich klar zu erkennen, was eigentlich nicht erlaubt ist. In der Regel gehen Betrieb und Mitarbeiter dazu über, sich selbst einen kreativen Weg zu suchen"

Videozusammenfassungen hier:

https://www.youtube.com/watch?v=6HltwKle_9U

http://wko.tv/play.aspx?c=6949

Kernaussage von Dr. Christoph Leitl (WKO-Präsident): „Wir sehen, dass sich die Anforderungen und Sichtweisen in der Arbeitswelt ändern. Auf der Suche nach flexibleren Gestaltungsmöglichkeiten kann es also nie um ein Gegeneinander, sondern muss es um ein Miteinander gehen! Flexibles Arbeiten heißt nicht mehr arbeiten für weniger Geld, sondern eine bessere Verteilung der Normalarbeitszeit – mit Vorteilen für alle Beteiligten“

Videozusammenfassungen hier:

https://www.youtube.com/watch?v=fHnG-K1Xm7A

http://wko.tv/play.aspx?c=6951

Presseaussendung:

https://www.wko.at/Content.Node/iv/presse/wkoe_presse/presseaussendungen/pwk_670_16_Flexibles-Arbeiten:–Sozialer-Handschlag—von.html

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Seit 17. Februar 2017 ist eine neue Studie von Eurofund zum Thema “Mobil-flexibles Arbeiten” verfügbar. Sie deckt 10 EU-Länder ab sowie Argentinien, Brasilien, Japan und die USA.

Es handelt sich um eine Sekundärstudie, die Daten nationaler Studien auswertet. Sie ist dennoch inhaltlich interessant und wertvoll, da hier spannende Zahlen, Daten und Fakten zusammengeführt und verglichen wurden.

Der Titel der Studie lautet: Working anytime, anywhere: The effects on the world of work. Mehr Informationen zur Studie und den Download sind bei Eurofund über den nachfolgenden Linke verfügbar:

https://www.eurofound.europa.eu/de/news/news-articles/working-anytime-anywhere-the-effects-on-the-world-of-work-new-report-highlights-opportunities-and

Die Studie ist in Kooperation mit ILO – der International Labor Organization – entstanden. Auch über die Hoempage von ILO kann die Studie heruntergeladen werden:

http://www.ilo.org/global/publications/books/WCMS_544138/lang–en/index.htm

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Am 18.02.2017 ist der achte Artikel der Serie “Unternehmen der nächsten Generation” im Standard erschienen. Hier der Volltext des aktuellen Beitrages:

Autoren: Prof. (FH) Michael Bartz, Andreas Gnesda, Thomas Schmutzer

Silos öffnen, Wissen erhalten und teilen – Privilegien mit Machtcharakter? Wissen im Unternehmen darf nicht dazugehören

Die allgemeine Dynamik des Geschäftslebens gewinnt durch neue und schnellere Technologien sowie durch die zunehmende Vernetzungsdichte weiterer an Geschwindigkeit. Die Umfelder, in denen sich Unternehmen bewegen werden immer dynamischer und immer flexibler. Dynamisches, projekthaftes Arbeiten nimmt beispielsweise rapide zu und auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern, Lieferanten und sogar Kunden. Aber all diese Arbeits- und Kooperationsformen sind kurzlebig. Und die zunehmende Kurzlebigkeit führt dazu, dass gesammeltes Wissen und Erfahrungen verloren gehen. Bestehende Strukturen von Wissensmanagement passen nicht mehr. Wie kann Wissen aufgebaut und geteilt werden? Muss etwas geschützt werden? Gerade wenn mit vielen und immer wieder unterschiedlichen und wechselnden Partner projekthaft zusammengearbeitet wird, müssen Sprachrohre geschaffen werden, um Wissen fließen zu lassen. Abgeschottete Wissenssilos und starre Hierarchien, die für Entscheidungen Tage oder sogar Wochen benötigen, sind mit einem Ablaufdatum versehen. Isolierte Wissensinseln verlieren an Bedeutung und werden mehr und mehr durch Offenheit und Vernetzung ersetzt. Wissen darf kein Privileg von einzelnen mehr sein und muss seinen „Machtcharakter“, den es für manche Menschen hat, verlieren. Wissen muss „entthront“ werden und für alle schnell, unbürokratisch und flexibel zugänglich sein. Die Verknüpfung von unstrukturierter Kommunikation und Prozessen mit Social Collaboration kann Wissens-Silo’s im Unternehmen aufbrechen. Erfahrungsberichte von Unternehmen der nächsten Generation zeigen, dass Social Collaboration ein fixer Baustein in der internen Kommunikation dieser Unternehmen ist. Aber ein reines Zur-Verfügung-Stellen von Social Media Tools, ein reiner Technologie-Fokus also, führt nicht dazu, dass Mitarbeiter ihr Verhalten am Arbeitsplatz verändern. Social Collaboration ist eine multidimensionale Herausforderung. Ohne die entsprechende Arbeitsumgebung und Organisation nutzt die beste, schnellste und neueste Technologie nichts. Und Digitalisierung besteht vor allem aus dem Aspekt „People“, wie Studien der IMC FH Krems zeigen. Diese neuen Strukturen verlangen vor allem nach einem – Empowerment und Vertrauen. Vertrauen auf die Selbstorganisationsfähigkeit von Mitarbeitern, Vertrauen darauf, dass sie die richtigen Entscheidungen treffen, Vertrauen auf den „unternehmerischen Hausverstand“ in jedem einzelnen. Allein wenn man die letzten Sätze Revue passieren lässt, erkennt man: So ein Change lässt sich nicht von heute auf morgen erwirken. Und da es sich dabei um ein starkes (Unternehmens)kulturthema handelt, lässt sich vielleicht gar nichts „erwirken“ sondern muss vorsichtig und auf das vorhandene Mindset achtend, eingeführt werden. Wird es Gegenstimmen dazu geben? Ja, selbstverständlich und zwar sowohl auf Führungs- als auch auf Mitarbeiterebene. Lohnt es sich dennoch, sich dem Thema zu widmen? Auch hier ein klares Ja. Denn Digitalisierung ist kein Trend, kein neumodischer, vielleicht esoterischer Zugang – Digitalisierung ist Fakt und Gegenwart. Wie sie umgesetzt wird, obliegt jedem Unternehmen selbst. Es gibt hier kein Gießkannenprinzip. Aber es gibt viele Vorschläge und Erfahrungsberichte von Unternehmen, die den Schritt schon gewagt haben. Diese wurden von Springer in dem brandneuen Buch dem Titel „Unternehmen der nächsten Generation“ zusammengefasst (ISBN 978-3-662-52818-1). Ausführlich Informationen zum Buch sind online verfügbar: http://www.springer.com/de/book/9783662528181

Hier geht es zur Version des Artikels, die im Standard veröffentlicht wurde:

http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20170218/282789241200343

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Die Work Smart Bundesinitiative in der Schweiz erklärt in plausibler Art und Weise, wie dieser Effekt zustande kommt:

“Jeder hat im Laufe des Tages eine Phase der höchsten Aktivität sowie unproduktive Tiefphasen. Durch flexible Arbeitsmodelle können die Mitarbeitenden ihren Alltag flexibel und nach dem eigenen Biorhythmus gestalten, was die Zufriedenheit und auch die Produktivität der Mitarbeitenden erhöht.
Zum Beispiel: Bei den meisten ist die produktivste Zeit im Laufe des Vormittags. So ist es sinnvoll, wenn die Mitarbeitenden dieses Zeitfenster nicht mit der Fahrt ins Büro „vergeuden“. Die Tiefphase am Nachmittag kann man für die Fahrt nach Hause oder Sport nutzen. Entscheidend für die Produktivität ist auch der passende Arbeitsort. Die Ungestörtheit im Home Office eignet sich gut für konzeptionelle, kreative Aufgaben. Im Zug lassen sich gut E-Mails formulieren und To-Do-Listen mit kleineren Aufgaben abarbeiten. Flexible Arbeitsmodelle schaffen hier den nötigen Gestaltungsfreiraum für die Mitarbeitenden.

[Wie Studien zeigen] nehmen die Arbeitszufriedenheit und die Produktivität bis ca. 2,5 Tagen mobiler Arbeit oder Home Office pro Woche kontinuierlich zu. Wen man annimmt, dass jeder im Unternehmen verbrachte Arbeitstag im Durchschnitt 30 Minuten Störungen (z.B. hoher Geräuschpegel, häufige Fragen eines Arbeitskollegen) und 30 Minuten unproduktive Arbeitszeit (z.B. physiologisches Tief nach dem Mittagessen) beinhaltet, die bei der Arbeit zuhause aufgrund räumlicher Trennung und flexibler Wahl der täglichen Arbeitszeit vermeidbar sind, dann bedeutet dies ca. 12% mehr Produktivität.”

Quelle Text und mehr Informationen: http://work-smart-initiative.ch/de/smart-arbeiten/so-geht-work-smart/?bid=1105

Bildquelle und ebenfalls mehr Informationen: https://ridiculouslyefficient.com/blog/10-ways-increase-workplace-productivity