Warum kein Stein auf dem anderen bleibt

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Ein Artikel von Michael Bartz und Thomas Schmutzer vom 15.2.2014 in Der Standard:

Unsere Arbeitswelten verändern sich derzeit grundlegend. Ein wesentlicher Treiber dahinter sind neue Informationstechnologien, die Kommunikation und Zusammenarbeit auf Distanz so einfach und kostengünstig, wie noch nie, ermöglichen. Dank dieser Technologien breiten sich vor allem zeitlich und räumlich flexible Arbeitsweisen aus. Immer mehr Menschen haben die Möglichkeit, außerhalb des Firmenbüros mobil zu arbeiten, z.B. im Home Office, und sich auch zeitlich selbständiger einzuteilen. Dies allein zieht viele Änderungen nach sich: Die Aufgaben und die Gestaltung von Firmenbüros verändern sich in Folge flexiblerer Arbeitsformen; Führungskonzepte müssen neu überdacht werden. Es bleibt fast kein Stein auf dem anderen. Die Vorteile, die durch neue Arbeitsweisen für die Unternehmen und ihre MitarbeiterInnen erzielt werden, sind jedoch enorm. Deshalb setzt eine zunehmende Zahl von Firmen auf die „New World of Work“. Vorreiter in Österreich sind Technologieunternehmen wie Microsoft, IBM, HP, Fujitsu und Ricoh. Diese Unternehmen und ihre Arbeitsmodelle stoßen auf großes Interesse in der Öffentlichkeit. So wurde vor zwei Jahren die Gestaltung des neuen Microsoft Büros in Wien den Erfordernissen der neuen Arbeitswelten angepasst. Seitdem sind über 9.000 Besucher zu verzeichnen, die sich im Rahmen einer sogenannten Office Tour über das neue Arbeiten in diesem Betrieb informiert haben. Die neuen Arbeitswelten sind jedoch ein industrieübergreifendes Thema. Insbesondere im Bankensektor arbeiten derzeit drei führende österreichische Bankunternehmen an der Einführung neuer Arbeitsformen. Ein Beispiel ist die Bank Austria, die eine schrittweise Weiterentwicklung der internen Arbeitsweisen gestartet hat. Der CEO Willibald Cernko dazu: „Unsere Bank setzt auf neue zeitgerechte Betreuungsmodelle für unsere Kunden unter Nutzung modernster Technologien. Das wird sich auch in den internen Arbeitsweisen widerspiegeln“. Wegweisend ist auch die New World of Work Initiative der AKNÖ. Mit der neuen Zentrale in St. Pölten halten auch Schritt für Schritt neue Arbeitsformen Einzug. AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth dazu: "Es ist wichtig, die Potentiale neuer Arbeitsweisen und die Bedürfnisse der ArbeitnehmerInnen, diese zu nutzen, in der eigenen Kammerorganisation Schritt für Schritt zu erkunden. Über die eigene Erfahrung in unserer Organisation bauen wir zusätzliche Beratungskompetenzen zum Thema Neue Arbeitswelten auf“. Erfahrungswerte sind wichtig. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass in Österreich ca. 12% der Unternehmen heute auf flexiblere mobile Arbeitsweisen setzen. In Großbritannien sind es bereits 50% der Unternehmen. Es ist anzunehmen, dass auch die Zahl der New World of Work Unternehmen in Österreich weiter wächst. Warum das so ist, erklärt sich über den betriebswirtschaftlichen Nutzen neuer innovativer Arbeitsweisen; diesem Thema widmet sich der nächste Artikel.

Am 25. Februar erscheint das „Buch New World of Work – Warum kein Stein auf dem anderen bleibt“, von Michael Bartz und Thomas Schmutzer im Lindeverlag und Verlag Handelsblatt/Wirtschaftswoche:

http://www.weltbild.de/3/18975001-1/buch/new-world-of-work.html

http://www.amazon.de/New-World-Work-Erfahrungen

Blog “Neues Arbeiten” von Thomas Schmutzer in Report:

http://www.report.at/blogs/neues-arbeiten/thomas-schmutzer

Der Standard online:

http://derstandard.at/1389860414444/Warum-kein-Stein-auf-dem-anderen-bleibt

One thought on “Warum kein Stein auf dem anderen bleibt

  1. Postings in Der Standard:

    ….wenn es nur irgendwie geht und möglich ist, sollte auf alle, auch die oben so hoch gelobten, arbeitgeber verzichtet werden. egal wie super und gut die AG es möchten und machen, es ist immer ein ärgernis von A bis Z, und schade seine zeit damit zu verschwenden.

    …Vorreiter in Österreich sind Technologieunternehmen wie Microsoft, IBM, HP, Fujitsu und Ricoh.
    Alles Unternehmen die auf Desksharing in großem Stil setzen.
    War auch lange Zeit ein Verfechter doch gibt es 2 Punkte die – zumindest für mich nach jahrelanger Erfahrung – dagegen sprechen:

    – die vermeintlich freie Zeiteinteilung resultiert in permanenter Überwachung von Outlook und Handy
    – nur wenige Jobs sind dafür geschaffen. Buchhaltung, Sachbearbeitung, HR, diverse Backofficetätigkeiten können einfach nicht von zu Hause erledigt werden.

    Und solange der überwältigende Großteil Europas während des Tages arbeitet und nicht in der Nacht ist es eben mit der freien Zeiteinteilung und dem Märchen der effizienteren Freizeitgestaltung nicht weit her…

    …Lustig ist ja dass Yahoo, einst Pionier von Teleworking und Home Office, unter Fuehrung von Marissa Mayer das wieder bei denen abgeschafft hat.

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