Händeler – Kauzig aber spannend

Diese Woche in der österreichischen Wirtschaftskammer in Wien zu Gast : Erik Händeler. Der erste Eindruck: Zwischen kauzig, merkwürdig und “so ein Pech, dass ich extra hergefahren bin”.

imageErik Händeler

Abeerrrrrrr: Es kam anders. Kondratieff war das Zauberwort. Langfristge Wirtschaftszyklen. Knappheit als Teiber und – endlich hatten wir den Punkt getroffen – Produktivität. Produktivität ist das Hot Topic. Quasi ein Dauerbrenner. Jetzt hatte er mich. Wie messe ich Produktivität? Wie messe ich Produktivitätssteigerung? Was ist Produktivität überhaupt? Kommen jetzt vielleicht wieder handfeste Antworten auf Fragen, die viele mächtig bewegen. Nachdem Klassiker wie REFA halt nur noch klassiker sind. Wissensökonomie erfordert neue Maßstäbe und Annäherung an das Thema “Produktivität”. Dennoch…falsche Richtung. Messung von Produktivität kann auch von Händeler nicht befriedigend beantwort werden. Das war glasklar nach 5 Minuten. Dennoch serviert der Trendforscher spannende Einblicke in die Treiber von Produktivität. image

Einen besonders markanten Punkt habe ich mitgenommen: Was treibt Produktivität in Organisationen heute. Organisation, die nicht mehr simpel hierarchisch aufgebaut sind. Sondern in Matrixstrukturen. Dabei oft multidimensional. Und noch eimal darüber gelegt temporäre Projektstrukturen. In diesem Dschungel treibt ein Faktor Produktivität: Das ist Teamwork. Nur Teams, die stark als Team und nicht als Ansammlung von Primaballerinen agieren, bringen Unternehmen auf ein hohesund höheres Produktivitätsniveau. Und Teamwork erfordert ein viel stärkeres Mass an invidividuellen sozialen Fähigkeiten, denn je zuvor. Hier liegt ein wesentlicher Produktivätsfaktor. Hört sich simpel an, ist es auch. Doch wer in den eigenen Arbeitsalltag schauen mag, kann den Punkt vielleicht schnell nachvollziehen. Spannend ist dabei die Frage: Wo erwerben wir die notwendigen Fähigkeiten. In der Schule, an der Hochschule? Sicher nicht. Noch nicht. Ganz klar: Hier liegt Entwicklungspotential, dass es rasch zu erschliessen gilt. Was wir brauchen sind keine mit Wissen druckbetankten Aliens, sondern sozial kompetente Wissensarbeiter. Das muss das Ergebnis sein unserer massiven Investitionen in Bildung.

Noch ein Punkt aus der Handelerschen Magna Karta für Unternehmer: Diversity treibt Produktivität. Je bunter mein Team, desto weiter der Lösungsraum, den ich für mein Unternehmen erschliessen. Händelers wunderbare Eselbrücke zur Absicherung der Langzeiterinnerung: So schaut ein ein Team aus, das divers ist:

image

….eventuell neugierig geworden. Ich bin es definitiv nach der Begegnung. Deshalb steht in meinem Regal auch bereits das Buch zum Film: ´”Die Geschichte der Zukunft”.

image

Dann gibt es noch eine Händeler Homepage. Auch etwas kauzig (besser als mainstream). Aber vielleicht keine schlechte Überbrückung bis das Buch dann im eigenen Regal steht: http://www.kondratieff.biz/

2 thoughts on “Händeler – Kauzig aber spannend

  1. Pingback: Tanzen auf glühenden Datenkohlen « Business Ready Blog

  2. Da aus technischen Gründen zwei Kommentare verloren gegangen sind. Hier ein Reposting:

    Von Erik Händeler:

    Sehr geehrter Herr Bartz, Herzlichen Dank für Ihren netten Block. Was Sie beschreiben, höre ich dauernd: Der erste Eindruck von mir ist miserabel, langweilig, doof. Einmal sagte jemand, nachdem ich zerknautscht aus dem Nachtzug gestiegen war: Wie konnte es passieren, dass wir Sie als Redner eingeladen haben? Und dann gehe ich auf die Bühne und zertrümmere den Leuten die gewohnte Weltsicht, bringe etwas in Fluss. Nun ist meine Frage an Sie: Warum ist das so? Denn ich freue mich natürlich überhaupt nicht darüber, dass ich einen so schlechten ersten Eindruck mache. Andererseits: Könnte ich in dieser Art Vorträge halten, wenn ich nicht so wäre? Und: Es gehört zu meinen Inhalten wie zu meiner Überzeugung, dass statusorientiertes Auftreten und Verhalten negativ ist für die Kultur der produktiven Zusammenarbeit. Ist es nicht so, dass ich deshalb so schlecht ankomme, weil ich auf jedes Statusgetue verzichte, ja die Antithese dazu bilde? Also kurz: Kann ich etwas besser machen, oder muss ich damit leben,dass der erste Eindruck von mir ist: kauzig, und “schade dass ich hergefahren bin”? Vielen Dank für Ihre Denke Erik Händeler
    Sehr geehrter Herr Händeler.

    Von Michael Bartz:

    Sehr geehrter Herr Händeler.

    Zuerst einmal ganz wichtig: Ich habe Ihre Speech in Wien wirklich genossen. Und danke für Ihre offene selbstkritische Frage. Daher wage ich auch eine Antwort. Bitte einfach mein Reply “wegwerfen”, wenn es überhaupt nicht passt:

    Mein Vorschlag: Die Verpackung etwas optimieren. Dazu drei Vorschläge:

    1) Quick Win: Brille und Haarschnitt optimieren. Trennen Sie sich von Ihrem Haarschnitt. In der Assistentenzeit an der Uni war das o.k.. Die Zeit ist jetzt aber vorbei. Und ein leichteres Brillengestell baut Kommunikationsbarrieren ab.
    2) Warum nicht investieren in eine Typberatung. Kostet nicht viel und hilft, sich aus liebgewonnenen Gewohnheiten zu lösen.
    3) Nehmen Sie eine Ihrer nächsten Speeches einmal auf Video auf. Schauen Sie sich selbst an. Schon das Spiegeln hift. Körpersprache etwas optimieren und ein leichtes Feilen der Rhetorik werden hier Wunder wirken. Holen Sie sich Feedback zur Videoaufnahme aus Ihrer Umgebung. Da würde ich keinen Profi ranlassen. Das verbiegt nur.

    Wie gesagt, einfach “wegwerfen”, wenn Ihnen meine Punkte zu absurd erscheinen.

    Mit freundlichen Grüssen,
    Michael Bartz

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.