Wie man es dreht und wendet: Home Office kann zum Wahnsinn werden.
Lösung: Fremde Personen treffen sich in einem Büro und arbeiten dort. Klingt merkwürdig, ist es aber nicht. CoWorking lautet das Zauberwort.
Das Prinzip: Professionelle Büroinfrastruktur wird von einem Service Provider bereitgestellt, Kunden mieten sich ein. Anbieter sind zum Beispiel: The Hub, NextSpace. Zusatznutzen dabei: CoWorking Serviceanbieter fördern die Vernetzung zwischen ihren Kunden. Dieses Service Package ist sicher interessant für Freelancer.
Jetzt die Überraschung: Ganz “normale” Angestellte reflektieren ebenfalls auf CoWorking Angebote. Warum? Es liegt durchaus auf der Hand, und der Grund bringt uns auf den Boden der Tatsachen aller Next Generation Workplace Visionen: Nicht jeder hat die Möglichkeit, zuhause in Ruhe zu arbeiten. Beispiel Nicht-Single Haushalte: Haben Sie die Möglichkeit, sich für den Job abzuschotten und abzugrenzen, wenn es nötig ist oder dringend gebraucht wird. Das separate Arbeitszimmer ist sicher für den Grossteil aller Angestellten ein Luxus (Top 10%?). Das Arbeiten im Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer ist dann eher der Normalfall, aber ein Kompromiss.
Mit Abschotten und inbesondere Abgrenzen meine ich jedoch nicht nur räumliche Abgrenzung, sondern auch mentale Abgrenzung. Und dieses Thema betrifft Singles und Nicht-Singles: Selbstmotivation und Selbstmanagement ist eine der grössten Herausforderungen für den Angestellten 2.0. Nicht jeder Mitarbeiter kann im selben Mass mit der gewonnenen Freiheit des Homeworking und virtuellen Arbeitens sinnvoll umgehen. Räumliche Abgrenzung ist dabei ein wichtiges Hilfsmittel, sich auch mental abzugrenzen und sich selbst ein klares Signal und den nötigen Kick zu geben: “Jetzt ist Arbeitszeit. Gas geben. Und wenn ich aus der Tür heraus bin – und das mag das CoWorking Office sein – dann ist wieder Freizeit.” Und so weiter. Und so weiter. . – Das CoWorking Office um die Ecke kann dann eine viel bessere Alternative an einigen Tagen in der Woche sein, als quer durch die Stadt zum Arbeitgeber ins Büro zu pendeln. Denn Pendeln summiert sich locker auf 4 bis 6 Stunden im Schnitt pro Woche auf.
Ein Denkanstoss zum Abschluss: CoWorking Office statt eigenes Office. Kann das die Alternative für Unternehmen werden? Und wenn es nur dazu dient, z.B. die eigene Bürofläche zu reduzieren oder Büroneubauten bzw. –erweiterungen zu vermeiden. Sozusagen als Mesh Architecture oder Melange aus kleinerem eigenen Firmenbüro und zugemieteter Kapazität in CoWorking Offices. Die Firma Yell in Grossbritannien nutzt diese Option übrigens schon für ihren Vertrieb landesweit.
Wer sich in Richtung CoWorking-Guru entwickeln möchte, hier Literaturempfehlungen zusammengestellt und kommentiert von deskmag (http://www.deskmag.com/de):
“I’m outta here
von Drew Jones, Todd Sundsted & Tony Bacigalupo
Wenn du dir jemals gewünscht hast, du wärst bei Coworking von Anfang dabei gewesen, hier ist das Buch für dich. "I’m Outta here! How coworking is making the office obsolete" ist ein Buch über die Menschen und Spaces, mit denen die Revolution der Arbeitsräume in den USA startete. Von einem einzigen Coworking Space in San Francisco Anfang 2006 bis zu über 70 im Jahr 2008, demonstriert das Buch, warum so viele talentierte Arbeiter den traditionellem Büro den Rücken kehrten und sagten, "Ich bin von hier weg!"
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Coworking: Building Community as a Space Catalyst
von Angel Kwiatkowski & Beth Buczynski
Dies ist das erste Buch, das sich an alle Leute wendet, die einen Coworking Space starten wollen. Ein nützlicher Ratgeber, der sich voll nach dem Motto, "zuerst die Gemeinschaft, dann der Space" richtet. Ein neues Geschäft starten, ist hart. Wenn das Geschäftsmodell erst seit wenigen Jahren existiert, wird es noch härter. Wenn ein Coworking Space betreiben möchtest, gibt dir das Buch zahlreiche Tipps auf den Weg, wie man nachhaltig eine Community aufbaut.
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Forecasting Coworking: Architectural Strategies…
von Cassie Hibbert, Ted Kimble & Justin White
Dieser Ratgeber richtet sich an alle Coworking Betreiber, Coworker und Einsteiger, die das beste aus ihrem Raum aus architektonischer Sicht herausholen möchten. Die Autoren beschreiben, welche Gebäude und Lagen sich dafür besonders anbieten und alltägliche Probleme vermeidet, die aus der Kombination von Autonomie der Coworker und ihren gleichzeitigen sozialen Interaktionen entstehen.
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Coworking: How Freelancers Escape the Coffee Shop Office
von Angel Kwiatkowski & Beth Buczynski
Dieses Buch wurde für Coworker von Coworkern geschrieben. Es ist ein Leitfaden über das Wie, Wer, Was, Wo und Warum überhaupt Coworking. Es enthält Ratschläge, wie man eine geeignete Coworking Gemeinschaft in der Nähe findet, wie man an ihr teilnimmt und persönlichen Geschichten von Coworkern aus aller Welt. Das Buch hilft dir dabei, dein Café oder Heimbüro hinter dir zu lassen und greift die verschiedenen Gemeinschaften von Coworkern auf, die weltweit aus dem Boden schießen.
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Working in the "UnOffice"
von Andrew Tang & Genevieve DeGuzman
Das neueste Buch über die Coworking Bewegung erschien erst vor wenigen Tagen. Es hilft den Lesern bei der Entscheidung für den richtigen Coworking Space und führt in die Kunst des Netzwerkeln zwischen den verschiedensten Persönlichkeiten ein. Dafür sprachen die Autoren mit 33 Unternehmern und Coworkern sowie 19 Coworking Space Gründern aus den USA. Sie erzählen die Geschichte, wie Coworking die treibende Kraft hinter ihren kritischen Geschäftsentscheidungen und Durchbrüchen wurde. Das einzige, was wir vermissen ist eine etwas globalere Perspektive mit Leuten und Unternehmen aus Europa, Asien oder Lateinamerika. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden””
Quelle: http://www.deskmag.com/de
[...] den Verstand verliert. “Home Office kann zum Wahnsinn führen” schreibt Michael Bartz in seinem NWoW-Blog – und da bedeutet Co-working für viele eine Art Rettungsanker bzw. einen wichtigen Moment [...]
[...] CoWorking statt Wahnsinn im Home Office [...]