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Archiv für Mai 2011


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Microsoft in Wien realisiert den Arbeitsplatz der Zukunft im eigenen Haus. Das heißt: Neue wegweisende Architektur für das Microsoft Büro am Wienerberg bis  zum Herbst und Einführung innovativer Arbeitsweisen in der Organisation. Auf den Punkt: Es kommt das Büro mit dem WOW-Effekt.

Michael Bartz, Prof. Export-oriented Management IMC University of Applied Sciences Krems und Marijana Androsevic, Master Student am IMC begleiten das Transformationsvorhaben wissenschaftlich. Ziel Ihrer Forschungsarbeit ist die langfristige quantitative Erfolgsmessung: Wie wirkt sich der Arbeitsplatz der Zukunft auf die Betriebsproduktivität, die Zufriedenheit von Kunden, Partnern und Mitarbeitern und auf Geschäftskennzahlen aus? Das sind nur einige der Fragestellungen, die langfristig in Form eines Business Case für den Arbeitsplatz der Zukunft Beantwortung finden werden, und zwar mit klarem Fokus auf österreichische Rahmenbedingungen.

News zum Arbeitsplatz der Zukunft bei Microsoft Wien folgen ab jetzt regelmäßig hier.

IMC Ansprechpartner ist Michael Bartz, Prof. Export-oriented Management:

contact@michaelbartz.com

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Die Digital Generation oder Gen Y wird aufgrund des demographischen Wandels eine zunehmend größere Rolle in Unternehmen spielen. Im Klartext: Gen Y macht bereits 30% der Beschäftigten in Österreich aus. Daher ist es wichtig, dass Arbeitgeber sich heute mit der Frage auseinandersetzen, wie sie den Bedürfnissen und Erwartungen dieser neuen Generation begegnen müssen, um angesichts des beginnenden „War for Talent“ auch in Zukunft neue Talente gewinnen und halten zu können. Monika Fischers Bachelorarbeit gibt einen Überblick über die Generation Y in Österreich, da bisher nur wenig Erkenntnisse zu diesem Thema in Österreich vorliegen. Des Weiteren werden die Auswirkungen auf das Personalmanagement untersucht und Handlungsempfehlungen gegeben. Monika Fischers Bachelorarbeit kann hier in englischer Sprache heruntergeladen werden:

IMC Bachelor Thesis Monika Fischer

Mehr Informationen gerne über Michael Bartz, Prof. Export-Oriented Management:

michael.bartz@fh-krems.ac.at


In English: Generation Y about to reach 30%

Due to demographic changes Digital Generation or Gen Y plays an increasingly important role in today’s industry organizations. Straight forward: Gen Y accounts for nearly 30% in the Austrian workforce already. Therefore, it is important for employers to determine how to meet expectations of this generation in order to attract and retain new talent in the upcoming “War for Talent” successfully. The aim of Monika Fischer’s Bachelor Thesis is to provide an overview of Generation Y in Austria, as little research has been undertaken for this country so far. Moreover, the implications for Human Resource Management are analysed and guidance is provided. Download Monika Fischer’s Bachelor Thesis in English language:

IMC Bachelor Thesis Monika Fischer

For further information contact Michael Bartz, Prof. Export-Oriented Management:

michael.bartz@fh-krems.ac.at

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Kooperation HMP und IMC FH Krems


Die HMP Beratungs GmbH und die IMC Fachhochschule Krems freuen sich die neue Kooperation im Bereich New World of Work/Arbeitsplatz der Zukunft bekanntzugeben.

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Zielsetzung dieser Zusammenarbeit ist die Nutzung der Symbiose der wissenschaftlichen Forschung mit innovativer Technologie – und Organisationsberatung, um für die Wirtschaft einerseits die neuesten Trends und wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Beratungsarbeit zu nutzen und um Forschung und Lehre von dieser Praxiserfahrung profitieren zu lassen.
http://www.fh-krems.ac.at/de/aktuelles/arbeit-der-zukunft-1

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Next Generation Employment


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The world of work is changing profoundly and as such employer-employee relationships.  Full time employment was certainly the main employment form in the past. Now a considerable number of atypical forms of employment is emerging and replacing traditional full time employment. Among those: temporary work, freelance, perma-jobs, outsoucing and system suppliers, crowdsourcing, cluster cooperation and coopetition. Verena Strasser analysed at IMC University of Applied Sciences this phenomenon. Result is a comprehensive overview of new upcoming employment forms including an evaluation of risks and benefits involved in the new employment landscape. Download Verena Strasser’s  Bachelor Thesis in Englisch language:
IMC Bachelor Thesis Verena Strasser

For further information contact Michael Bartz, Prof. Export-oriented Management:
michael.bartz@fh-krems.ac.at

Die Arbeitswelt verändert sich derzeit grundlegend und so auch das Verhältnis von Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Vollzeitbeschäftigung war sicher die gewohnte Hauptbeschäftigungsform bisher. Allerdings nehmen nunmehr neue derzeit noch atypische Beschäftigungsverhältnisse an Bedeutung zu. Zu diesen zählen z.B. Zeitarbeit, Freelance, Perma-Jobs, Outsourcing und Systemlieferanten, Crowdsourcing ebenso wie Cluster-Kooperation und Coopetition. Verena Strasser analysierte an der IMC FH Krems dieses Phänomen. Das Ergebnis ist ein umfassender Überblick über neue sich derzeit entwickelnde Beschäftigungsformen sowie eine Bewertung von Nutzen und Risiken aus Arbeitgebersicht. Verena Strassers Bachelorarbeit zum Thema kann hier in englischer Sprache heruntergeladen werden:
IMC Bachelor Thesis Verena Strasser

Mehr Informationen gerne über Michael Bartz, Prof. Export-oriented Management:
michael.bartz@fh-krems.ac.at

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FFH 2011 Beitrag von Petra Jenner/Microsoft und Michael Bartz/IMC FH Krems:

Kurzfassung/Abstract:

In den letzten 10 bis 15 Jahren verändern sich weltweit industrielle Strukturen und infolgedessen auch unsere gewohnte Arbeitswelt erdrutschartig. Die Transformation der Arbeitswelt ist umfassend. Diese Transformation stellt Unternehmen vor grundlegende Herausforderungen und bietet neue Chancen für Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Aufgrund des hohen Internationalisierungsgrads der österreichischen Industrie ist dieses Thema besonders relevant für heimische Unternehmen und die österreichische Arbeitnehmerschaft.

1 Einleitung

Arbeiten Sie heute noch wie vor 10 oder 15 Jahren? Wohl eher nicht. Denn zwischenzeitlich ist „kein Stein auf dem anderen geblieben“. Nur einige Beispiele: Kommunikationskosten haben sich drastisch reduziert. Die breitbandige Internetversorgung ist sprunghaft angestiegen. Software und Internetservices ermöglichen in einfacher geradezu intuitiver Art und Weise Austausch und Zusammenarbeit, und zwar grenzenlos. Allein diese Faktoren haben eine massive Transformation der Arbeitswelt ausgelöst. Die IMC Fachhochschule Krems (Forschungsbereich „Effizientes und nachhaltiges Wirtschaften“) und Microsoft Österreich untersuchen dieses Phänomen der neuen Welt der Arbeit mit dem Ziel, heimischen Unternehmen klare Orientierungspunkte für die proaktive Weiterentwicklung betrieblicher Organisationen zu geben. Denn Unternehmen stellen heute immer massiver Fragen: Wie muss der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Wie können wir die neuen Arbeitsweisen für unser Unternehmen nutzbar machen? Und welchen messbaren Nutzen können wir daraus generieren?

2 Untersuchungsansatz

Um Antworten auf diese Fragen geben zu können, wurden in den letzten Jahren im ersten Schritt an der Identifikation von Veränderungsdimensionen gearbeitet. Mithilfe dieser Veränderungsdimensionen ist es möglich, Trendvorhersagen zu treffen und insbesondere konkret fassbare „Herausforderungen“ zu formulieren, die derzeit und in naher Zukunft auf Unternehmens- und Arbeitnehmerseite in der neuen Welt des Arbeitens zur Lösung anstehen.

3 Herausforderungen für Industrie und Arbeitnehmer

Die Herausforderungen der neuen Welt des Arbeitens konnten auf sechs zentrale Punkte reduziert werden:

(1) Lineare betriebliche Wertschöpfungsketten werden durch komplexe Ökosysteme substituiert.

(2) Beschäftigungsverhältnisse und die Begriffe „Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ relativieren sich.

(3) Traditionelle Organisationsstrukturen lösen sich auf.

(4) Der Begriff „Arbeit“ verliert seine Bedeutung als Bezeichnung für einen Ort.

(5) Eine Vielzahl von Arbeitsstilen existiert parallel.

(6) Produktivität ist zunehmend vom Faktor „Wissen“ abhängig.

 

4 Implikationen

Ziel der weiteren Forschung (Phase II) ist es, Implikationen für Unternehmen und Arbeitnehmer zu identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen zu geben. Dabei werden in Bezug auf jede Veränderungsdimension drei Handlungsbereiche in Tiefe untersucht:

· People

· Place

· Technologie

D.h. es werden Handlungsempfehlungen in Bezug auf den Faktor „Mensch“ gegeben. Neue Führungsansätze, neuen Formen der Beschäftigung, Mitarbeiterzufriedenheit in virtuellen Organisationen sind hier nur einige Forschungsthemen. Unter der Überschrift „Place“ steht die Veränderung des Arbeitsraumes im Mittelpunkt; gemeinsam mit heimischen Unternehmen werden neue Konzepte entwickelt. Quasi das „Österreich Modell des neuen Arbeitsplatzes“. Die Themen
People und Place sind auf das Engste verbunden mit dem Faktor „Technologie“; Kommunikation, Zusammenarbeit, Wissensmanagement und Sicherheit in hochgradig kollaborativen Arbeitsumgebungen sind nur einige der zentralen Forschungsthemen im Bereich „Technologie“

 

5 Kontakt und Information

Weitere Informationen unter www.newworldofwork.wordpress.com. Bei Interesse an Mitarbeit in Forschungsprojekten oder Informationsbedarf [1] wenden Sie sich bitte an michael.bartz@fh-krems.ac.at und petra.jenner@microsoft.com.

Literaturverweise

Microsoft Whitepaper: Das Neue Arbeiten (Juni 2010). Download hier:

Whitepaper – Das neue Arbeiten – v2 1.pdf Änderungsdatum- 21.06.2010 22-47 Typ- PDF-Datei Größe-

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Michael Roither schreibt in den Salzburger Nachrichten vom 30.4.2011:

Chance statt Risiko. Technologie, Kommunikation und Kollaboration sind die Kernthemen, wenn es um den Arbeitsplatz der Zukunft geht. Manager Marcus Izmir und Forscher Michael Bartz erzählen im SN-Gespräch, warum.
Michael Roither Wien (SN). Zwei Ansätze, ein Thema: Marcus Izmir unterstützt mit seiner Firmengruppe seit 1986 Unternehmen dabei, mit zukunftsorientierten Technologien umzugehen bzw. diese strategisch einzusetzen – auf der Prozessebene, im Bereich der Technologie selbst und im Learning, bei der Wissensbildung. Michael Bartz war 18 Jahre lang in ähnlichen Bereichen in der Industrie tätig, unter anderem bei Capgemini und Microsoft. Kürzlich nahm er eine Professur im Bereich exportorientiertes Management an der Fachhochschule IMC Krems an, um sich dem Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“ voll in Forschung und Lehre zu widmen.
Salzburger Nachrichten:
Meine Herren, was verstehen Sie unter den „neuen Technologien am Arbeitsplatz“?

Marcus Izmir: Zweierlei Dinge: Die technischen Tools und die Technik im Hintergrund, aber auch die strukturellen Rahmenbedingungen dafür, diese im Berufsalltag leben zu können.

Michael Bartz: Die Frage ist immer: Wie betrifft uns Technologie als Nutzer? Die Antwort darauf hat stets mit Kommunikation und Kollaboration zu tun. Einfaches Beispiel: Statt einer Dienstreise mache ich online eine Videokonferenz – das spart Zeit, Geld und vereinfacht die Kommunikation und Kollaboration.
SN: Wann haben die Veränderungen stattgefunden, die zu diesem Ansatz geführt haben?
Bartz: Vor der „Internetblase“ Ende der Neunziger haben alle an den Big Bang geglaubt, es kam aber vorerst nur warme Luft. Die große Revolution blieb aus, stattdessen gab es eine stetige Evolution: Die neuen Medien haben sich in unser Leben hinein entwickelt. Nehmen wir zum Beispiel Skype als Kommunikationswerkzeug: Mit solchen Tools lassen sich bei manchen mittleren Unternehmen Kosten in sechsstelliger Höhe kappen. Die Investition in Technologie hat also eine kurze Payback-Periode. Entscheidend ist neben dem ökonomischen Aspekt, dass die Veränderung – erstmals – nicht von den Unternehmen kam, indem sie die Gewohnheiten ihrer Mitarbeiter beeinflussen, sondern die Evolution vom privaten in den Geschäftsbereich ging.
SN: Wie gehen Unternehmen damit um?
Izmir: Was sich massiv verändern muss, ist der Zugang zum Umgang mit der Technologie:
Die „On-Off-Beziehung“ mit neuen Medien sollte aktiv genutzt, muss aber auch gemanagt, gesteuert werden. Zum Beispiel gibt es in kaum einem Unternehmen definierte Regeln dafür,
ob und, wenn ja, wie Notebooks bei Meetings einzusetzen sind. Das ist aber entscheidend: Am Ende muss mir das alles etwas bringen. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen eine Umgangskultur entwickeln, umsetzen und pflegen. Das müssen nicht unbedingt starre Regeln sein, auch Empfehlungen sind möglich. Zu spezifische Regeln werden auch der Bandbreite von Qualifikationen im Unternehmen meist nicht gerecht. Deshalb braucht es ergänzend definierte Schnittstellen. Dadurch wird jedem klar, was wie wann wofür in welchem Ausmaß und aus welchem Grund verwendet werden soll.
Bartz: Und diese Abgrenzung kann man lernen – womit wir bei notwendiger Bildung und Weiterbildung inner- und außerhalb von Unternehmen wären. Die Investition in die neue Welt des Arbeitens besteht eben nur zu 30 Prozent aus Technologie, zu 70 Prozent aber aus einem begleiteten Change, mit neuen Regeln und sinnvollen Abgrenzungen. Über 60 Prozent in Unternehmen nutzen zwar bereits heute soziale Netzwerke. Entscheidend ist aber, alle Gruppen im Sinne des Unternehmens auf die richtige Art und Weise abzuholen und mitzunehmen – über Trainings, Plattformen für Wissensaustausch und vieles mehr.
SN: Wie nehmen die Unternehmen in Österreich diese Herausforderung wahr?
Izmir: Es gibt zwei Zugänge: Erstens, im Zuge von buchstäblichen Veränderungen der Arbeitsplatzes, beispielsweise durch Umzug oder Umbau des Unternehmens. Hier wird oft in Richtung „Arbeiten 2.0“ gedacht. Zweitens, über ein wachgerütteltes Management, das Technologie und Platz, besser nützen möchte. Unser nächster Schritt ist dann eine Analyse: Wo steht das Unternehmen im Umgang mit Kommunikationsmitteln, im Hinblick auf eine Kultur der Kollaboration? Danach stellen wir die Situation dar und empfehlen Maßnahmen.
SN: Wie ist diese Situation in den meisten Unternehmen – achten sie beispielsweise bereits bei der Einstellung neuer Mitarbeiter auf das „Arbeiten 2.0“?
Izmir: Derzeit gibt es da noch wenig Bewusstsein. Das notwendige wechselseitige Lernen von Alt und Jung, das oftmals sinnvolle Aufbrechen herkömmlicher Hierarchien, der Bedarf an vernetztem Denken – all das müssen viele Unternehmen erst wahrnehmen, um danach sinnvoll steuern zu können. Das gilt auch für den Personalbereich.
Bartz: Das kann sonst zum Boomerang werden: Denn die jungen „High Potentials“ gehen nur dorthin, wo es ein ihnen entsprechendes Arbeitsumfeld gibt – offen gegenüber neuen Kommunikationstechnologien, Netzwerkdenken, neuen Formen der Zusammenarbeit. Wer das nicht bietet, den ignorieren die „Digital Natives“, die Generation, die mit Computern aufgewachsen und heute bereits Anfang 30 ist.
SN: Haben viele Unternehmen noch Angst vor dieser Offenheit, diesem neuen Umgang mit Kommunikation und Technologie?
Izmir: Ja, aber die Tendenz ist besonders seit rund eineinhalb Jahren positiv. Immer mehr erkennen: Wir müssen eine andere Arbeitskultur schaffen.
SN: Was für Vorteile ergeben sich daraus für Unternehmen außer den bereits angesprochenen Kosten- und Zeitersparnissen?
Izmir: Das Wissen, die Informationen gelangen an die richtigen Stellen, sind für alle relevanten Personen transparent. Der Ausfall eines Mitarbeiters bedroht kein ganzes Projekt mehr. Das erhöht die Effizienz zusätzlich und schafft Sicherheit.
Bartz: 40 Prozent der Unternehmen nutzen heute schon Wikis und Blogs, um Wissen zu teilen, mit vielen positiven Folgen: Zum Beispiel wird „Remote Management“ möglich. Mitarbeiter arbeiten teils nicht mehr im Unternehmen, sie nützen die Option, zu Hause zu arbeiten. Das steigert messbar die Zufriedenheit, erhöht die Bindung, dadurch entstehen weniger Recruiting- und Trainingskosten, es werden Facility-Kosten gespart, was wiederum umweltfreundlich ist – und so weiter.
SN: Tun sich die „Digital Natives“ mit Schritten in diese Richtung leichter?
Bartz: Zweifellos. Aber etwa im Management stehen sowohl Alt als auch Jung vor den gleichen neuen Herausforderungen, die es bislang so nicht gab: Sie müssen Unsicherheiten aller Art in viel größerem Ausmaß einberechnen als früher, sie müssen immer schwerer fassbare Firmengebilde – „Unternehmenswolken“ – steuern.
SN: Wie kann so eine Unternehmenswolke der Zukunft aussehen?
Izmir: Sie wird von „Partners on Demand“ und freien Mitarbeitern dominiert und in weitgehend flachen hierarchischen Strukturen funktionieren. Physische Anwesenheit wird zunehmend unwichtig. Klassische Management-Kennzahlen werden neuen, für diese Gebilde geeigneteren Tools wie der „Balanced Scorecard“ (ein modernes Konzept zur Messung, Dokumentation und Steuerung der Aktivitäten eines Unternehmens, Anm.) weichen.
SN: Für welche Bereiche der Wirtschaft gilt diese Einschätzung?
Izmir: Für alle. Natürlich ist der Teil der Wirtschaft, der sich mit Wissen und Information beschäftigt, hier Vorreiter. Aber grundsätzlich ergeben sich für alle Bereiche entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Bartz: Nehmen wir den Produktionsbereich: Auch dort machen sich an Produktionsstraßen langsam Infoterminals mit Netzwerkzugang breit, wo Infos eingeholt werden können und Wissen geteilt werden kann. Man denke außerdem an Österreich als wichtigem Investor im Osten: Produktionen und Standorte zu verbinden, ist unbedingt nötig, um konkurrenzfähig zu sein. Es geht darum, die Technologie und den intelligenten Arbeitsplatz zu fördern und in einen Wettbewerbsvorteil umwandeln.
SN: Kulturwandel dauern in der Regel lang.
Izmir: Ja, deshalb müssen in den Unternehmen jetzt Akzente gesetzt und der vielschichtige Prozess begonnen werden. Früher kamen die technologischen Impulse von den Unternehmen, heute kommen sie von den Mitarbeitern. Es wird Zeit, dass sich beide Bereiche einander wieder sinnvoll annähern – in Richtung einer offenen Technologiekultur am Arbeitsplatz, die von den Unternehmen durch die richtigen Akzente sinnvoll gesteuert wird.

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SalzburgerNachrichten.pdf Änderungsdatum- 03.05.2011 16-02 Typ- PDF-Datei Größe- 4,9 MB

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