Na super. Corporate hat uns jetzt auch die neue Welt des Arbeitens verordnet. Bis Juni wird unser Büro neu durchdesigned, unsere Bürofläche um 15% verkleinert und alle Mitarbeiter solle/dürfen dann mobil arbeiten. Wie soll das denn dann werden? Virtuelle Manager und Mitarbeiter. Ist das dann noch produktiv, was wir tun…
Naja. Das ist vielleicht die Idee. Mit viel Schmerz haben meine Manager die Balanced Scorecard dann doch angenommen. Hä, hä. Der Bonus und formelhafte Wiederholung in jedem Board Meeting habens gebracht. Zwei Jahre hat’s gedauert – aber doch. Wir könnten ja für die nächsten drei Jahre so etwas wie eine Produtivity Scorecard etablieren. Dann wird die neue Welt das Arbeitens für uns keine Wackelpartie.
Und was messen wir da? Eh klar: Umsatz und Contribution Margin gehören drauf. Denn ob wir unsere geschäftlichen Ziele erreichen ist sicher ein Indikator dafür, ob das produktiv ist, was wir tun. Und vielleicht übernehmen wir gleich noch ein oder zwei andere Werte aus der Balanced Scorecard dazu(http://www.controllingportal.de/Fachinfo/BSC/). Aber dann gibt es auch sekundäre Indikatoren, die mir direkt oder indirekt einen Anhaltspunkt geben, ob wir produktiv unterwegs sind. Krankenstand passt da gut und Mitarbeiterfluktuation. Das bekomm ich easy going von HR. Und dann wäre die Mitarbeiterzufriedenheit gut. Ziemlich indirekt der Zusammenhang. Aber gerade die Mitarbeiterzufriedenheit wäre ein ziemlich genialer Frühindikator, ob unsere Produktivität runtergehen könnte. Und wart mal, Kaplan & Norton (Balanced Scorecard- Strategien erfolgreich umsetzen, http://opac.donau-uni.ac.at/wwwopac/index.asp)…. Genau. Dann machen wir doch gleich was mit Kunden- und Partnerzufriedenheit. Denn zumindest die Geschäftskunden besuchen uns ja regelmässig. Wir brauchen so etwas, wie einen Temperature Check oder Index für Kunden und Partner. Das soll sich mein Business Planner genau überlegen. Aber wichtig wäre, dass wir für die Zufriedenheitsgschichten vor dem grossen Umbau, mal das Thermometer ins Wasser halten und die Baseline festlegen. Und das Ganze etablieren wir dann gleich als Langfristmessung über die nächsten Jahre. – Mmmh. – Mit der Technologie gehört noch was rein. Wenn die jetzt alle mehr remote arbeiten sollen, dann muss ich wissen, ob unsere neuen Tools angenommen werden. Das Unified Communications war eh teuer genug. Und die Investition soll sich ja auch lohnen. Aber so eine Adoption Rate auf bestimmte Technologien sollten wir schon in der Productivity Scorecard haben. Das geb ich meinem IT Leiter als Task. Ich brauch ihn eh. Denn unser Knowlegde Management ist stinklangweilig, und niemand geht hin. Kann ich eh niemandem verdenken. Das mit der Wikipedia hab ich ohnehin schon lang im Hinterkopf. Schauen wir mal, wie rasch IT da was machen kann und ob wir irgendwie die Adoption Rate oder vielleicht auch die Reduktion von Suchzeiten für Dokumente messbar machen können. Das wäre cool.….Ääh. Ja bitte. Tschuldigens Frau Direktor. Die Gschäftsführung wär dann schon im Booaard Rrroom. – Nah passt eh.
Am IMC Fachhochschule Krems treten im Wintersemester 15 Studententeams der höheren Semester an und erarbeiten für ausgewählte Unternehmen eine Produktivity Scorecard. Updates und Ergebnisse folgen hier bis November. Infos zum IMC: http://www.fh-krems.ac.at/institute/exportorientiertes-management