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Archiv für September 2010


Na super. Corporate hat uns jetzt auch die neue Welt des Arbeitens verordnet. Bis Juni wird unser Büro neu durchdesigned, unsere Bürofläche um 15% verkleinert und alle Mitarbeiter solle/dürfen dann mobil arbeiten. Wie soll das denn dann werden? Virtuelle Manager und Mitarbeiter. Ist das dann noch produktiv, was wir tun…

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Naja. Das ist vielleicht die Idee. Mit viel Schmerz haben meine Manager die Balanced Scorecard dann doch angenommen. Hä, hä. Der Bonus und formelhafte Wiederholung in jedem Board Meeting habens gebracht. Zwei Jahre hat’s gedauert – aber doch. Wir könnten ja für die nächsten drei Jahre so etwas wie eine Produtivity Scorecard etablieren. Dann wird die neue Welt das Arbeitens für uns keine Wackelpartie.

Und was messen wir da? Eh klar: Umsatz und Contribution Margin gehören drauf. Denn ob wir unsere geschäftlichen Ziele erreichen ist sicher ein Indikator dafür, ob das produktiv ist, was wir tun. Und vielleicht übernehmen wir gleich noch ein oder zwei andere Werte aus der Balanced Scorecard dazu(http://www.controllingportal.de/Fachinfo/BSC/). Aber dann gibt es auch sekundäre Indikatoren, die mir direkt oder indirekt einen Anhaltspunkt geben, ob wir produktiv unterwegs sind. Krankenstand passt da gut und Mitarbeiterfluktuation. Das bekomm ich easy going von HR. Und dann wäre die Mitarbeiterzufriedenheit gut. Ziemlich indirekt der Zusammenhang. Aber gerade die Mitarbeiterzufriedenheit wäre ein ziemlich genialer Frühindikator, ob unsere Produktivität runtergehen könnte. Und wart mal, Kaplan & Norton (Balanced Scorecard- Strategien erfolgreich umsetzen, http://opac.donau-uni.ac.at/wwwopac/index.asp)…. Genau. Dann machen wir doch gleich was mit Kunden- und Partnerzufriedenheit. Denn zumindest die Geschäftskunden besuchen uns ja regelmässig. Wir brauchen so etwas, wie einen Temperature Check oder Index für Kunden und Partner. Das soll sich mein Business Planner genau überlegen. Aber wichtig wäre, dass wir für die Zufriedenheitsgschichten vor dem grossen Umbau, mal das Thermometer ins Wasser halten und die Baseline festlegen. Und das Ganze etablieren wir dann gleich als Langfristmessung über die nächsten Jahre. – Mmmh. – Mit der Technologie gehört noch was rein. Wenn die jetzt alle mehr remote arbeiten sollen, dann muss ich wissen, ob unsere neuen Tools angenommen werden. Das Unified Communications war eh teuer genug. Und die Investition soll sich ja auch lohnen. Aber so eine Adoption Rate auf bestimmte Technologien sollten wir schon in der Productivity Scorecard haben. Das geb ich meinem IT Leiter als Task. Ich brauch ihn eh. Denn unser Knowlegde Management ist stinklangweilig, und niemand geht hin. Kann ich eh niemandem verdenken. Das mit der Wikipedia hab ich ohnehin schon lang im Hinterkopf. Schauen wir mal, wie rasch IT da was machen kann und ob wir irgendwie die Adoption Rate oder vielleicht auch die Reduktion von Suchzeiten für Dokumente messbar machen können. Das wäre cool.….Ääh. Ja bitte. Tschuldigens Frau Direktor. Die Gschäftsführung wär dann schon im Booaard Rrroom. – Nah passt eh.

Am IMC Fachhochschule Krems treten im Wintersemester 15 Studententeams der höheren Semester an und erarbeiten für ausgewählte Unternehmen eine Produktivity Scorecard. Updates und Ergebnisse folgen hier bis November. Infos zum IMC: http://www.fh-krems.ac.at/institute/exportorientiertes-management

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New World of Work, New World of Business. Enterprise 2.0 …Wenn das Büro seine Bedeutung als physischer Ort für die Verrichtung von Arbeit verliert und Mitarbeiter zeitlich und örtlich flexibel für die Firma Mehrwert schaffen. Wenn hierarchische Strukturen zu multidimensionalen Matrixorganisationen mutieren. Wenn Unternehmensgrenzen sich auflösen in der neuen Welt des Arbeitens weil nicht mehr klar ist, wer Mitarbeiter, Freelancer, Zeitarbeiter, Consultant, Systemlieferant, Outsourcingpartner etc. ist. Dann wird das Unternehmen zum komplexen Ecosystem oder schlecht fassbaren Unternehmenswolke (Mehr dazu unter  Permanent-Link zu “Das Neue Arbeiten” – Microsoft Whitepaper). Für das Management relativieren sich in einem derart agilen Umfeld damit ein paar traditionelle Fixsterne:

1) Wie funktioniert Strategie und Strategieimplementierung in der Enterprise 2.0?

2) Wie steuere ich in die Finanzen meines Unternehmens? Ist das Controlling noch aussagekräftig und flexibel genug, mein Business aus den wichtigen Perspektiven zu beleuchten?

3) Produktivität – Ist das eigentlich effizient, was hier wir tun? Und wie messen wir das?

3) Wie plane und budgetiere ich mein Geschäft?

Im Rahmen einer neuen Vorlesungsreihe – Controlling, Strategic Controlling, International Management – wird am Institut für Export-oriented Management am IMC Fachhochschule Krems auf diese Fragestellungen eingegangen. Inhaltliche Updates folgen am Blog im Laufe des Wintersemesters. Infos zum Institut:

http://www.fh-krems.ac.at/institute/exportorientiertes-management/

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Microsoft, Swisscom und weitere Unternehmen in der Schweiz haben sich zusammengeschlossen und im Mai einen landesweiten Home Office Day initiiert. Microsoft berichtet:

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“Am 18. Mai 2010 hat der erste nationale Home Office Day stattgefunden. Schweizweit haben Tausende von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Gross- sowie Kleinunternehmen einen Tag lang zu Hause gearbeitet und damit einen Beitrag zu mehr Lebensqualität und einer geringeren CO₂-Belastung geleistet. Alleine auf der Webseite haben sich rund 9800 Personen registriert.

Die rund 9800 registrierten Teilnehmenden haben anhand ihres persönlich eingesparten Pendlerverkehrs ermittelt, wie viel sie zu einem besseren Umweltklima und einer gesteigerten Lebensqualität mit einem einzigen Home-Office-Tag beitragen können. Insgesamt ist aus dem ersten Home Office Day ein Zeitgewinn von 606 Tagen entstanden, und auf das Jahr gerechnet könnten sogar 1240 Tonnen CO₂eingespart werden.

¼ der Mitarbeitenden hat Zeitgewinn für die Familie genutzt: Die auf der Webseite durchgeführte Befragung zeigt, dass 24% der Mitarbeitenden bereits Erfahrung mit Home-Office-Arbeit haben. 31% arbeiten nur im Heimbüro, 23% können sich einmal pro Woche zu Hause zum Arbeiten zurückziehen, 22% sind zweimal pro Woche zu Hause, und 21% nutzen das Home Office monatlich. 22% der an der Umfrage beteiligten Personen gaben an, die gewonnene Zeit für ihre Familie und Freunde zu nutzen, und 16% sind der Meinung, dass sie mehr Zeit gewinnen und weniger Stress bei der Arbeit ausgesetzt sind. Darüber hinaus schätzen 10% der online befragten Personen, dass sie mehr Freizeit haben, 8% schlafen mehr, und 7% gaben an, zusätzliche Arbeiten erledigen zu können.”

Resumé von Marc Weder, Microsoft Schweiz Geschäftsbereichsleiter: „Das faszinierende am gezielten Einsatz von Home Office ist, dass sich damit Lebensqualität, Umweltschutz und Produktivität gleichzeitig verbessern lassen!“ – Für 2011 ist der Home Office Day auch schon sicher! Wir können gespannt sein, welche europäischen Länder sich diesem Vorhaben anschliessen.

Hintergrundinformationen in allen Details zum Home Office Day stehen hier zum Download bereit: http://homeofficeday.ch/Medien.aspx

Landing Page: http://homeofficeday.ch/

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Xerox meldet sich zu Wort


Magazin Monitor berichtet über Ergebnisse aktueller Xerox Forschung. Der Beitrag liefert ein paar interessante Datenpunkte:

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“Ein wesentlicher Schwerpunkt der Xerox Forschung liegt in der Verbesserung der Produktivität der Wissensarbeiter am Arbeitsplatz der Zukunft. Das Unternehmen präsentierte auf einem Presseworkshop in Wien eine diesbezügliche Studie sowie seine Zukunftsstrategien…

Die Studie „Into the Future of Knowledge Work 2020“ der Xerox Innovation Group zeigt dabei Trends in vier Bereichen auf, die den Arbeitsplatz der Zukunft beeinflussen werden: Technologie, Information, Menschen und Organisation.

  • Im Bereich der Technologie wird der allgegenwärtige Computer unser Leben prägen – Computer finden sich integriert in der Kleidung, in Möbel, Gebäude, ja sogar Menschen.  Der Computer wird sich in seiner Rechnerleistung der des menschlichen Gehirns annähern.
  • Im Bereich Information steht die Bewältigung des Information Overloads im Vordergrund.  Information wird für jeden von überall aus zur Verfügung stehen, die Herausforderung wird die Selektion der relevanten Information sein. Mehrere Exabytes (eine Trillion Bytes) an Daten werden jährlich in Unternehmen erstellt: Bis zu 580 Exabytes werden es 2011 sein – eine kaum überschaubare Datenmenge.
  • Die Arbeitsablaufautomatisierung im Umfeld der Büroarbeit wird die Zukunft für die  Wissensarbeiter prägen. Automatisierte und standardisierte Prozesse und Technologien übernehmen Tätigkeiten der Wissensarbeiter. Menschen erbringen jene maßgeschneiderten Tätigkeiten bei denen Kreativität, übergreifendes, komplexes Denken & Planen sowie Beziehungsarbeit im Vordergrund steht.
  • Auch im Bereich der Organisation stehen interessante Veränderung an: Kleine Firmen und Vertragsmitarbeiter bilden einen großen Teil der arbeitenden Bevölkerung. Große Unternehmen bestehen aus stabilen Kernteams und einer „Wolke“ von freien Mitarbeitern, Subkontraktoren. Die „Mobile Workers“ nehmen in Westeuropa jährlich um 6% zu.

Wissensmanagement als Zukunft der Arbeit

Mitarbeiter verbringen einen Großteil ihrer Zeit auf der Suche nach den richtigen Informationen und oft geht entscheidendes Wissen verloren. Noch schwieriger macht es die Tatsache, dass bis zu 95 Prozent dieser Informationen unstrukturiert, also in Dokumenten wie E-Mails, Briefen, Protokollen oder Formularen, enthalten sind.

„Aktuell können Computer mit diesen unstrukturierten Informationen nicht gut umgehen, weshalb sie meist von Personen manuell verarbeitet werden müssen. Das kostet viel Zeit sowie Geld und ist zudem auch sehr fehleranfällig“, erklärt Mario Jarmasz, Forscher im Xerox Research Centre Europe. „Die  Aufgabe der Wissensarbeiter wird es sein, Informationen zu finden, zu organisieren, zu analysieren und optimal zu verteilen, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.“ “

Derzeit scheint die Xerox Studie noch nicht zum Download bereit zu stehen. Dafür bietet sich aber am 15. September in Wien die Gelegenheit, den Xerox-Experten Mario Jarmasz zu treffen. Information und Anmeldung hier: http://www.event-xerox.at/index.aspx

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Und hier gehts zum Beitrag in Monitor: http://www.monitor.co.at/index.cfm/storyid/12984_Arbeitsplatz_der_Zukunft-Xerox_praesentiert_eine_Studie_und_neue_Strategien

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Auszug aus dem Microsoft Whitepaper "Das neue Arbeiten":

Was für Unternehmen untereinander gilt, hat auch auf der Ebene zwischen Unternehmen und Mitarbeiter Relevanz. Und auch hier gilt: Bestehende Strukturen lösen sich zunehmend auf.

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Traditionelle Dienstverhältnisse weichen immer öfter neuen flexiblen Modellen. So hat sich etwa die Teilzeitquote (also der Anteil der in Teilzeitarbeitsverhältnissen Beschäftigten an der Gesamtbeschäftigtenzahl) in den letzten 20 Jahren auf etwa 25% verdreifacht. Über 1 Million angestellte Österreicher arbeiten nicht in Vollzeitverträgen.

Doch nicht nur die Dienstverhältnisse verändern sich, auch der grundlegende Bezug zum Unternehmen. Die so oft zitierte Flexibilisierung der Arbeit ist längst Realität, sie äußert sich in sehr unterschiedlichen Modellen, in denen Unternehmen Arbeitskraft einkaufen: Vom herkömmlichen Angestelltenverhältnis über kurzfristig engagierte Projektmitarbeiter, Personalleasing, externe Berater und Dienstleister bis zur Ausgliederung einzelner Unternehmensbereiche reicht das Spektrum. Nicht zuletzt reflektiert ein nicht zu vernachlässigender Teil der seit Jahren steigenden Zahl der EPUs (Ein-Personen-Unternehmen) dies: 225.000 sind es aktuell in Österreich – vielfach im Umfeld größerer Betriebe angesiedelt.

Für Aufbau- und Ablauforganisation wie auch für die Personalführung hat dies gravierende Auswirkungen. In den letzten Jahrzehnten haben sich Unternehmen von traditionellen Hierarchien – zunehmend flacher werdend – über Matrixorganisationen hin zu echten Netzwerkorganisationen entwickelt, in denen projektorientiert zusammengearbeitet wird, unabhängig von der Art des Dienstverhältnisses.

Aus Mitarbeiter-Sicht ist die so entscheidende Frage nach der Identifikation mit dem Unternehmen nicht mehr so zielstrebig zu beantworten: Wem etwa gilt die Loyalität des über Personalleasing hinzugezogenen Projektmitarbeiters?

Und so muss sich das Management eines Unternehmens fragen: Was ist überhaupt ein Mitarbeiter? Immer seltener jemand, der 20 Jahre lang in einem Unternehmen tätig ist; statt dessen immer öfter jemand, der die Interessen des Unternehmens im Rahmen einer konkreten Aufgabe vertritt, vielleicht auch nur innerhalb eines Projektes oder nur kurzfristig. Personalführung, Kommunikation und Management finden zunehmend unter der Prämisse statt, dass ein guter Teil der Mitarbeiter keine Fix-Angestellten mehr sind, sondern Freelancer in der einen oder anderen Form.

Aus organisatorischer Sicht lautet die Schlüsselfrage, wie in einem solchen Umfeld Produktivitäts- und Kommunikationswerkzeuge zur Verfügung gestellt werden. Jedenfalls müssen Teamwork- und Collaboration-Szenarien dynamisch abbildbar und hochgradig flexibel sein, damit sie keine Barriere für neue Arbeitsstrukturen darstellen, sondern eine wesentliche Unterstützung.

Kernaussage:
In der neuen Welt der Arbeit steuern wir auf einen „Freelance Planet“ zu.

Die komplette Studie gibts hier zum Download!

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